Patras, die Hauptstadt von Achaia
Patras ist eine der wichtigen Hafenstädte Griechenlands und Hauptstadt der
Präfektur Achaia wie der Region Westgriechenland. Patras ist, nach Athen und
Thessaloniki, die drittgrößte Stadt Griechenlands und seit 1966 auch eine der
wichtigsten Universtätstädte. Als Hafenstadt wurde sie in der Antike eine
der ersten der zwölf achäischen Städte (achaiischer Bund).
Der Hafen von Patras ist von besonderer Bedeutung und ist für
Griechenland das Tor zu Europa. Die meisten Autofähren, von Italien
kommend, legen in Patras an. Im Ort Araxos etwa 40 km südwestlich von
Patras befindet sich auch ein Flughafen, der von einigen Charterflügen von Mai
bis Oktober angesteuert wird.
Als Hafenstadt wurde Patras in der Antike eine der ersten
der zwölf achäischen Städte (achaiischer Bund). Ihre wahre Blüte erlebte
Patras während der römischen Jahre als kosmopolitisches Zentrum. Aus dieser Zeit
stammt noch das Odeum, das 160 n. Chr. gebaut wurde. Hier finden heute
noch alljährlich das internationale Festival statt sowie Aufführungen
von Theatern und Konzerten. Das wichtigste Ereignis der Stadt ist der
Karneval, ein 160 Jahre alter Brauch. Der Karneval von Patras zählt zu den
wichtigsten Europas.
Während der Ausbreitung des Christentumes lebte und lehrte der Apostel
Andreas in Patras, der hier 68 n. Chr. gekreuzigt wurde. Apostel
Andreas ist der Schutzheilige der Stadt und zu seinen Ehren wurde
der Andreas Dom erbaut.
Eine weitere Sehenswürdigkeit 8 km außerhalb von Patras ist
die Weinkellerei Achaia Clauss, sie wurde 1861 von dem Deutschen
Gustav Clauss gegründet. Bei einer Weinprobe kann man hier den
berühmten Dessertwein Mavrodaphne kosten.
Rio-Antirion Brücke (Charilaos Trikoupis)
Am 12. August 2003 wurde ein griechischer Traum Wirklichkeit: eine rund 2800
Meter lange Hängebrücke überspannt den Golf von Korinth an seiner schmalsten
Stelle kurz vor Patras zwischen den Orten Rio und Antirio. Die
Verkehrsverbindung an dieser Stelle war bisher eines der Nadelöhre
Griechenlands. Eine große Flotte von Fährbooten setzte die Autos an das andere
Ufer über. Die Überfahrt dauerte zwar nur 20 Minuten, aber das Be- und Entladen
war stets mit Wartezeiten verbunden. Hinzu kam, dass die Fähren ab Windstärke 8
nicht mehr gefahren sind, und in der Umgebung von Patras ist sehr oft starker
Wind. Die Maut von ca. 10 Euro für einen Pkw (2005) ist zwar auch nicht ganz
billig, wiegt aber wohl den Zeitgewinn auf. Die Brücke ist selbst für Benutzer
der 30 km entfernten Fährverbindung zwischen Egio und Aghios Nikolaos
interessant, denn dort fährt nur drei- bis viermal am Tag ein Schiff, und das
ist im Sommer oftmals total ausgebucht. |